Die MPU: Alles was man wissen muss

Gerade Fahranfängern dürfte der Begriff MPU ein Begriff sein, denn wenn diese gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen müssen sie die sogenannte Medizinisch- Psychologische Untersuchung besuchen. Umgangssprachlich wird diese Untersuchung auch Idiotentest genannt, bei welchem beurteilt wird ob derjenige, der diesen besuchen muss, in der Lage ist ein Fahrzeug zuführen. Zu der normalen Führerscheinprüfung unterscheidet sich die Medizinisch- Psychologische Untersuchung vor allem dadurch, dass es nicht darum geht, das Können und Wissen des Fahrers/der Fahrerin zu überprüfen, sondern eher die Eignung des Führens eines Fahrzeuges zu testen und zu überprüfen aus charakterlicher Sicht.

Medizinisch- Psychologische Untersuchung aufgrund von Aggressionen

Ein ganz spezieller Fall liegt vor, wenn eine MPU aufgrund von Aggressionen im Straßenverkehr verordnet wurde. Häufig leben Menschen ihre Aggressionen im Auto, in Form von Schreien oder Hupen aus, die sich im Alltag aufgestaut haben. Wie aber auch die oben Gründe eine MPU zu verordnen, sind Menschen die schnell ausrasten im Straßenverkehr gefährdet. Schon in der Fahrschule wurde gelehrt, dass es nicht förderlich sei, ein Fahrzeug zu führen, wenn extreme Emotionen vorherrschen, wie zum Beispiel Wut oder Trauer. Einfach gesagt ist es der falsche Weg, ins Auto einzusteigen und dann seine Aggressionen auszuleben, die aus anderen Gründen entstanden sind. Denn so kommt es schnell zu Unaufmerksamkeiten, die zu Unfällen führen können.

Aggression
Aggression

Eine Medizinisch- Psychologische Untersuchung aufgrund von Aggressionen wird aber auch dann verordnet, wenn nicht eindeutig klar ist ob es diese vorhanden waren. Zum Beispiel erzählt ein Fahrer in Forum davon, dass er keinen Alkohol und keine Drogen konsumiert hatte, aber dann mit normaler Geschwindigkeit links ein Fahrzeug überholte, welches zu langsam fuhr. Das Ergebnis war, dass der Fahrer auf ein Feld fuhr und sich mehrfach überschlug. Des Weiteren war er ein Jahr zuvor in eine Schlägerei verwickelt und auch deshalb verurteilt worden. Wie zu erkennen ist, kann das Gericht bei einem einzigen Fehltritt schnell eine Verbindung zu weiteren Delikten herstellen und so von Aggressionen sprechen.

Verbindung zwischen Delikten im "normalen" Leben und dem Straßenverkehr

Dies bedeutet, dass nicht nur die Delikte selbst die im Verkehr begangen wurden, ausschlaggebend für die Verordnung einer Medizinisch- Psychologischen Untersuchung sind, sondern auch die, die im "normalen" Leben begangen werden. So empfiehlt es sich, nicht nur im Straßenverkehr, wenn möglich, nichts Sträfliches zu tun, sondern auch in anderen Lebenslagen, da sonst schnell eine Verbindung, der eigentlich unterschiedlichen nicht zusammenhängenden Situationen hergestellt wird. Wird einmal eine Straftat infolge von Alkohol- oder Drogenkonsum begangen und dann eine Fahrt unter Einfluss einer dieser Faktoren unternommen, sind es für die Beurteilung der Fahrtüchtigkeit schon zwei Delikte, die sich auf diese Auswirken und zu einer Medizinisch- Psychologischen Untersuchung führen können.

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